16.03.2026Newsletter 1 (2026) Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Deutschland e.V.
1. Warum ein ANW-Newsletter?
Die Waldwelt verändert sich rasant: Klimawandel, politische Entscheidungen in Brüssel und neue Forschungsthemen prägen unseren Alltag. Damit unsere Mitglieder, Partner und alle Interessierten zwischen den Ausgaben des Dauerwaldes auf dem Laufenden bleiben, gibt es jetzt den ANW-Newsletter.Er liefert kompakte Infos aus der Arbeit der Bundes-ANW, der Landesgruppen und der Jungen ANW, forstlich Internationales, Veranstaltungshinweise - plus praxisnahes Wissen aus unseren Forschungsprojekten, an denen oft engagierte Mitgliedsbetriebe beteiligt sind. Unser Ziel: kurz, relevant, nicht belastend - und ein bisschen mehr Einblick in die ANW-Arbeit. Haben Sie Fragen, Ideen oder Beiträge?
Schreiben Sie uns gern unter newsletter@mail.anw-deutschland.de
Hans v. d. Goltz, Bundesvorsitzender der ANW
2. Aus der Arbeit der Bundes-ANW
von Hans v. d. GoltzPolitik trifft ANW
Dauerwald ist wirtschaftlich erfolgreich und gleichzeitig ökologisch verantwortungsvoll. Er bietet fachliche und politische Lösungen zwischen Stilllegung und Ertragsmaximierung.
Dieses Konzept stand im Fokus zweier Exkursionen: Mit Bundesumweltminister Carsten Schneider in Weimar und mit sechs EU-Abgeordneten bei Offenburg. Ergebnis: Pro Silva,
bzw. die ANW soll einen Forstexperten zur Walddiskussion nach Brüssel entsenden.
Nature Restoration Law
Das neue EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur wird in seiner derzeitigen Form die Waldbewirtschaftung grundlegend ändern. Als einziger nicht waldbesitzender Verband war
die ANW zum Austausch mit Landwirtschafts- und Umweltministerium eingeladen. Unser Standpunkt, vertreten von Lucas v. Fürstenberg als stellvertretendem Bundesvorsitzenden:
Arten unter Klimawandelbedingungen zu konservieren ist unrealistisch und nicht zielführend. Stattdessen sind Wälder so zu entwickeln, dass sie auch zukünftig ihre Funktionen erfüllen können.
Kontakt: Lucas von Fürstenberg: vonfuerstenberg@anw-deutschland.de
Mehr Mittel für mehr Wirkung
Bisher finanziert sich die ANW allein über Mitgliedsbeiträge - das limitiert unsere Teilnahme an internationalen Projekten und professionellen Auftritten. Deshalb öffnen wir drei
Werbeseiten im Dauerwald und sprechen mit Partnern über Sponsoring. Wer für die ANW geeignete Sponsoren kennt, möge diese bitte der Geschäftsstelle unter info@anw-
deutschland.de mitteilen.
Neue Publikation: „75 Jahre ANW“
2025 feierte die ANW ihr 75-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass ist nun eine Publikation erschienen, die Einblick in die Entwicklung, Erfolge und Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft von 1950 bis 2025 gibt. Eines der Highlights darin ist die Sammlung von ANW-Bonmots. Die 48-seitige Broschüre, verfasst vom langjährigen Vorsitzenden der ANW-Landesgruppe Bayern Prof. Dr. Manfred Schölch, geht zurück auf seinen Vortrag bei der Jubiläumstagung am 27. Mai 2025 in Schwäbisch Hall. Sie steht als PDF zum Download auf der ANW-Website bereit.
> Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Deutschland e.V.

3. Aus den aktuellen Projekten
Waldresilienz – neuer Honorierungstatbestand?Der Umbau unserer Wälder hin zu stabilen und resilienten Mischwäldern ist längst ein zentrales gesellschaftliches Anliegen. Wie resilient ein Wald tatsächlich ist, hängt
entscheidend von der Art seiner Bewirtschaftung ab. In einem Testbetrieb konnte nachgewiesen werden, dass über Satelliten diese Zusammenhänge präzise, objektiv und
betriebsindividuell erfasst werden können. In einem Folgeprojekt soll das Ergebnis nun für alle wesentlichen Waldgesellschaften Deutschlands geprüft werden. Damit könnte ein
entscheidender Schritt gelingen: die Entwicklung einer belastbaren Grundlage, um diejenigen Betriebe zu honorieren, die bereits aktiv in Richtung resilienter Wälder arbeiten und damit einen bedeutenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Wälder leisten.
Naturnahe Waldwirtschaft in der Ukraine
Auf Vermittlung des Bundesvorsitzenden hat die Landesgruppe Sachsen (Eibenstock) zweimal jeweils 20 ukrainische Forstleute über fünf Tage in naturgemäßer Waldwirtschaft in
Mittelgebirgen “fit” gemacht. Zwei weitere Schulungen in 2026 wurden gerade bewilligt. Die Begeisterung war so groß, dass Folgeveranstaltungen auch für kontinentaler geprägte
Regionen in Brandenburg vorgesehen sind. Die Schulungen wurden großzügig vom BMLEH finanziell unterstützt.

Wild, Wald & Wandel: Was WiWaldI jetzt schon über die Entwicklung unserer Wälder verrät
Autorin: Hanna von Versen, Projektleiterin
Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse aus dem Verbundprojekt WiWaldI zeichnen ein klares Bild: Der Einfluss von Schalenwild prägt Waldentwicklung, waldbauliche
Handlungsspielräume und die Funktionalität des Ökosystems Wald in erheblichem Maße. Die Untersuchungen zeigen: Schalenwild kann entmischend auf Waldgehölze wirken und verändert langfristig deren Zusammensetzung und Struktur. Gleichzeitig wird sichtbar, wie moderne Monitoringmethoden, überlegte Kommunikation und ein professionelles
Jagdmanagement Wege für die Entwicklung zukunftsfähiger Wälder eröffnen. Mehr Informationen unter:
> mehr Informationen
Autorin: Hanna von Versen, Projektleiterin
Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse aus dem Verbundprojekt WiWaldI zeichnen ein klares Bild: Der Einfluss von Schalenwild prägt Waldentwicklung, waldbauliche
Handlungsspielräume und die Funktionalität des Ökosystems Wald in erheblichem Maße. Die Untersuchungen zeigen: Schalenwild kann entmischend auf Waldgehölze wirken und verändert langfristig deren Zusammensetzung und Struktur. Gleichzeitig wird sichtbar, wie moderne Monitoringmethoden, überlegte Kommunikation und ein professionelles
Jagdmanagement Wege für die Entwicklung zukunftsfähiger Wälder eröffnen. Mehr Informationen unter:
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4. Aus den Landesgruppen – Neue Vorsitzende
- Rheinland-Pfalz: Tamara Teufel wird Nachfolgerin von Anne Merg als Vorsitzende- Brandenburg: Friedrich-Georg Koch wird Nachfolger von Dietrich Mehl als Vorsitzenden
- Bayern: Daniel Kraus wird Nachfolger von Manfred Schölch als Vorsitzenden
5. Internationales
Der neue Vorsitzende von Pro Silva, Tomáš Vrška ist Professor an der tschechischen Universität in Brno. Er hat es geschafft, unsere Waldbau-Ideen in den entscheidenden Gremien der Brüsseler Administration zu etablieren.6. Veranstaltungen
Bundestagung 2026 vom 18.06.-20.06.2026Die diesjährige Bundestagung in Bitburg (Rheinland-Pfalz) steht unter dem Motto: “Wild auf Dauerwald”. Es wird eine Tagung von Praktikern für Praktiker. Dr. Franz Straubinger zeigt in seinem Impuls “Kein Mischwald ohne angepasste Wildbestände” eindrucksvoll, welche waldbaulichen und wirtschaftlichen Folgen überhöhte Wildbestände nach sich ziehen – und warum nachhaltige Waldentwicklung ohne Wildbestandsregulierung nicht gelingen kann. Uli Osterheld präsentiert mit “Nur Schall und Rauch” praxiserprobte Strategien für den Weg zu angepassten Wildbeständen. Begleitende Exkursionen bieten vertiefende Einblicke und überraschende Ansätze. Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie unter:
> mehr Informationen

Ansprechpartner:
Hans von der Goltz,
Bundesvorsitzenden:
Mail: newsletter@mail.anw-deutschland.de
bzw. in den einzelnen Beiträgen genannte Ansprechpartner
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