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Aktuelles

Markus WolffDie ANW-NRW trauert um Markus Wolff

Die ANW-NRW muss tief erschüttert die traurige Mitteilung machen, dass ihr Vorsitzender Markus Wolff am Mittwoch, den 7. 12. 2022 völlig überraschend im Alter von 55 Jahren verstorben ist.

Markus Wolff hat sich nicht zuletzt durch die Übernahme des Amtes als Vorsitzender der ANW-NRW für die naturgemäße Waldwirtschaft engagiert.
Mit dem Stadtwald Remscheid hat er über fast zwei Jahrzehnte ein weithin beachtetes Beispiel für die Entwicklung des Dauerwaldes als bestmögliche Form des Waldmanagementes speziell im urbanen Umfeld geschaffen. Sein weit über den Stadtwald Remscheid hinaus reichendes Engagement für die Herstellung waldverträglicher Wilddichten als wichtige Grundlage der Entwicklung klimastabiler, vielfältiger Wälder war beispielhaft. In vielen Gremien und Arbeitsgruppen hat er die Anliegen der naturgemäßen Waldwirtschaft überzeugend vertreten.

Er hat die naturgemäße Waldwirtschaft nicht nur im eigenen Betrieb umgesetzt, sondern auch in hervorragender Weise in die Politik und die Öffentlichkeit getragen. Sein früher Tod hinterläßt eine große Lücke.

Wir trauern mit seiner Familie um einen naturgemäßen Forstmann, Freund und liebenswerten Menschen.


Wolfgang Frhr. von Wolff-Metternich

stv. Vorsitzender ANW-NRW
 
Sebastian Freiherr von RotenhanAbschied von Sebastian Freiherr von Rotenhan – langjährigem Vorsitzenden der ANW

Am Mittwoch, 26.10.2022 verstarb der langjährige frühere Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft e.V. (ANW) überraschend im Alter von nur 72 Jahren.

In seine Amtszeit fiel die Deutsche Wiedervereinigung. Er war Motor für die Gründung der ANW-Landesgruppen in den neuen Bundesländern. Oft setzte er sich selbst ins Auto, um den Kolleginnen und Kollegen in Wort und Werk Starthilfe zu geben. Er war auch emotional tief von den unerwarteten Chancen der Deutschen Wiedervereinigung berührt.

Er war Mitbegründer des FSC-Deutschland. Damals war er von der Sinnhaftigkeit der FSC-Standards überzeugt, weil sie ja aus seiner Sicht die Grundsätze der ANW in einem offiziellen Zertifikat widerspiegelten. Später musste er jedoch erkennen, dass FSC immer mehr zu einem Korsett für die freie Eigentümerentscheidung wurde. Konsequenterweise hat er mit seinen Betrieben FSC verlassen.

Er war einer der Waldbesitzer, der frühzeitig und konsequent angepasste Wildbestände forderte, wenn naturgemäßer Wald gelingen sollte. Er wusste, dass dieses Ziel mit viel Arbeit verbunden sein würde. Daher war für ihn die Einnahme aus Jagdpacht nicht so wichtig, wie die Auswahl kompetenter Jäger, die ihm dabei halfen, den angestrebten Mischwald im Wesentlichen ohne Wildschutzmaßnahmen zu erreichen.

Seine alten und neuen Betriebe in Deutschland sind lebende vielbesuchte Beispiele für Lernwillige, die in schwierigen Waldzeiten nach konkreten Lösungen suchen. Seine Kernthemen „Jagd“ und „Naturgemäße Waldwirtschaft“ verfolge ich als sein Nachfolger intensiv.

Heute hat die Bundesregierung Dauerwald als Modell zum Waldumbau im Klimawandel beschlossen. Das Wald-Wild-Thema ist in der politischen Diskussion allgegenwärtig und wird in den Novellen von Bundeswaldgesetz und Bundesjagdgesetz hoffentlich zielführend behandelt. Der Weg zum Dauerwald soll Gegenstand der Honorierung und somit Anerkennung einer Leistung der Waldeigentümer für die Gesellschaft werden. Die Pflänzchen, die Sebastian seinerzeit gepflanzt hat, scheinen jetzt zu fruktifizieren.

Unvergessen bleiben sein scharfsinniges Beobachten und die konsequenten Folgerungen, gekleidet in ausgesprochen eloquente Formulierungen.

Im Namen der Mitglieder der ANW unsere aufrichtige Anteilnahme.



Hans von der Goltz
Bundesvorsitzender der ANW
 

Pressemitteilung: Ehrung von Alfred Möller - Vater des Dauerwaldes - zu seinem 100. Todestag

 
Presseartikel zur Veranstaltung "100 Jahre Dauerwald" im Schloss Rentweinsdorf.
Text und Fotos: Günther Geiling